Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorge gegen Erkrankungen findet nicht nur in der ärztlichen Praxis statt, sondern jeden Tag bei Ihnen zu Hause. Die wichtigsten Faktoren sind eine gesunde, vielseitige, aber keine üppige Ernährung und ausreichend Bewegung.

Die gynäkologische Früherkennung

Eine gynäkologische Vorsorgeuntersuchung ist nicht schmerzhaft. Mit einem kleinen Bürstchen wird Zellmaterial aus dem Gebärmutterhals und der Umgebung entnommen.

Diese Proben werden in einem spezialisierten Labor untersucht. Bei einer auffälligen Probe wird in kürzeren Abständen kontrolliert, es kann manchmal auch eine lokale Therapie verordnet werden.

Meist verschwinden die Veränderungen innerhalb von wenigen Monaten wieder von selbst.

Kann man die Veränderung länger nachweisen oder verschlechtert sich der Befund, muss unter Umständen eine kleine Operation durchgeführt werden, bei frühzeitiger Erkennung wird die Patientin jedoch sicher gesund.

Der Grund für diese Veränderungen ist meist eine Virusinfektion mit human papilloma Viren verschiedener Typen.

Eine Impfung, die in jedem Alter, je nach Risikogruppe durchführt werden kann, schützt vor den häufigsten und gefährlichsten Virustypen. Siehe auch HPV Impfung.

Eine Routinekontrolle sollte alle neun bis zwölf Monate durchgeführt werden.

Zur gynäkologischen Routinekontrolle gehört außerdem noch die Ultraschall-Untersuchungen von Gebärmutter, Eierstöcken und die Tastuntersuchung der Brust. Gerade hierdurch lassen sich sehr frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken (Zysten oder Tumorbildungen) und der Gebärmutter (Myome oder Schleimhautveränderungen) erkennen.

Brustkrebsvorsorge

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Jahren gewachsen, doch auch die Überlebenschancen!

Bei der Früherkennungsuntersuchung tastet die Ärztin sorgfältig das Drüsengewebe der Brust ab. Dabei können Verhärtungen und andere knotige Veränderungen im Gewebe aufgespürt werden. Besonders gründlich wird der Bereich der Brustwarzen untersucht. Auch die Achselhöhlen und die Schlüsselbeingruben gehören zur Untersuchung. Hierbei kann festgestellt werden, ob Lymphknoten angeschwollen sind.

Knotige Strukturen in den Brüsten sind bis zu einem gewissen Grad normal. Bei Frauen während der fruchtbaren Jahre handelt es sich dabei häufig um Fibroadenome oder um Zysten. Bei jungen Frauen sind solche Knoten meist gutartig.

Ganz wichtig ist es, die Brust nicht vor der Monatsblutung zu untersuchen, da zu diesem Zeitpunkt das Gewebe dichter und knotiger ist als danach, allerdings macht die Brust zu diesem Zeitpunkt mehr Beschwerden und man denkt viel eher an die Untersuchung. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt etwas tasten, denken Sie daran und kontrollieren Sie nach der Blutung noch einmal.

Falls Sie die Pille nehmen: Der ideale Zeitpunkt sich selbst zu untersuchen ist der erste Tag der neuen Packung. Das kann man sich leicht merken!

Die Mammographiekontrolle ist durch ein Screeningprogramm geregelt. Zwischen 45 und 69 können alle Frauen alle 2 Jahre zu einer Routinemammographie gehen. Die folgenden Untersuchungen ergeben sich aus dem Befund, meist alle zwei Jahre.
Frauen zwischen 40 und 45 und Frauen ab 70 benötigen eine Einladung zur Mammographie. Siehe: www.frueh-erkennen.at
Bei auffälligen Befunden kann selbstverständlich immer eine Kontrolle durchgeführt werden.

Zur Routinekontrolle gehört auch die Besprechung von Verhütung, Kinderwunsch, eventuellen kosmetischen Problemen (Akne) und Wechselbeschwerden, eventuell Ihres Impfstatus, da der Gynäkologe immer mehr zum Hausarzt der jungen Frau wird.