Gebärmutterhalskrebs, HPV Viren, Ursachen und unklarer Befund

Nahezu alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs werden durch humane Papillomviren (HPV) verursacht. Auch Krebs der Scheide oder außen an den Genitalien, aber auch im Hals-Nasen-Rachenbereich kann durch eine HPV Infektion ausgelöst werden.

Die Infektion ist sehr häufig, etwa 2/3 aller Menschen kommen im Lauf des Lebens damit in Berührung, meist heilt sie aber ohne Konsequenzen von selbst wieder ab.

An Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, die operiert werden müssen, erkranken in Österreich pro Jahr etwa 5000 bis 6000 Frauen, am Krebs selbst etwa 500, leider versterben pro Jahr in Österreich etwa 180 Frauen daran. Die meisten dieser Erkrankungen könnten durch eine Impfung verhindert werden.

Neben Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen kann es durch Papillomaviren auch zur Bildung von Genitalwarzen (Feigwarzen oder Condylome) kommen. Die Behandlung von Genitalwarzen ist unangenehm bis schmerzhaft. Da immer nur die sichtbaren Veränderungen behandelt werden und die Infektion weiter besteht, kommt es sehr häufig zur Bildung neuer Warzen. Auch vor diesen Warzen schützt die Impfung.

Ein routinemäßiger Test auf HPV Infektion wird vor der Impfung nicht empfohlen, da nur aktuelle, aber keine abgelaufenen Infektionen nachgewiesen werden können.

Der Pap Abstrich (Krebsabstrich) bei der Vorsorgeuntersuchung ist ein Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, man sucht nach veränderten Zellen um diese möglichst früh zu erkennen und wenn nötig rechtzeitig zu entfernen.
Leichte Veränderungen können sich entweder spontan zurückbilden oder zu Veränderungen höheren Grades weitergehen. Aus diesen höhergradigen Veränderungen kann sich Gebärmutterhalskrebs entwickeln.

Die Heilungschance bei früh erkanntem Gebärmutterhalskrebs liegt bei nahezu 100%.

Link: www.gebaermutterhalskrebs.at

„Ich habe einen unklaren Befund erhalten, was soll ich jetzt tun?“

Nun heißt es zunächst abwarten, so schwer das dann auch fallen mag. Es ist kein Beweis für eine Erkrankung, es geht nur darum, das Gewebe zu beobachten und regelmäßig zu kontrollieren, um Verschlechterungen oder schwerwiegende Veränderungen rechtzeitig zu erkennen. Pro Jahr erhalten in Österreich etwa 60 000 Frauen so einen Befund, letztlich ist aber nur bei einem kleinen Teil dieser Frauen eine operative Therapie notwendig. Die meisten Veränderungen bilden sich von selbst zurück.

Man kann mittels Virusnachweis kontrollieren, um welchen Virustyp es sich handelt und somit auch eine Einschätzung des Risikos für eine Verschlechterung treffen, da es gefährlichere und weniger gefährliche Virustypen gibt.

Wenn die Gewebeveränderungen weiter bestehen, müssen sie so lange regelmäßig kontrolliert werden, bis sie verschwunden sind- das ist meist der Fall. Eine Therapie ist leider nur selten möglich und häufig mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden. Seltener entwickeln sich die Veränderungen weiter, dann muß eine Gewebsprobe entnommen werden, die dann genauer untersucht wird.

Das passiert beim Frauenarzt in der Praxis und ist nicht schmerzhaft. Das Ergebnis dieser Probe entscheidet, ob man weiter zuwarten kann, oder ob eine „Konisation“, die Entfernung des verdächtigen Gewebes, durchgeführt werden muß. Das ist in Österreich bei etwa 5000 bis 6000 Frauen pro Jahr notwendig.

Die Wartezeit ist sehr unangenehm, weil man eben nur warten kann. Viele Frauen wollen die Veränderung gleich entfernen lassen. Da sich aber viele Veränderungen von selbst zurückbilden, gibt es keine andere Möglichkeit und man hat Chancen, sich die Operation zu ersparen.

Wir informieren meist durch einen Brief über den Befund. Es ist schwierig diesen Brief zu formulieren ohne unnötige Ängste zu wecken, vielleicht helfen die Erklärungen hier ein bißchen weiter, sonst können Sie uns gerne anrufen.